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St. Mathew Secondary School

Gebäude St. Mathew SowetoDie St. Mathew Secondary School schließt sich mit den weiterführenden Klassen an die Kwa Watoto Primary School an. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine nicht-staatliche Schule, die jedoch als Prüfungszentrum anerkannt ist. Dies bedeutet, dass die KCSE-Prüfungen (ähnlich unserem Abitur) abgenommen werden können.

Bei der Gründung im Jahre 2003 fand der Schulbetrieb von St. Mathew in gemieteten Räumen im Komarock, einem neben dem Sowetoslum gelegenen Stadtteil, statt. Bedingt durch steigende Schülerzahlen wurde bald mehr Platz benötigt. Mit Unterstützung einer italienischen Hilfsorganisation konnte ein Schulgebäude in der Nähe der Kangundo Road erbaut werden. Mitte 2008 hat unglücklicherweise ein Feuer große Teile des Gebäudes, der Einrichtung und Unterlagen der Schüler zerstört. Durch vielseitige Hilfe konnte hier der Schulbetrieb stückweise wieder aufgebaut werden. Inzwischen gibt es direkt neben der Kwa Watoto Primary School noch einen Zweig der St. Mathew Secondary School mit je einem Klassenraum für die Jahrgangsstufen Form 1 bis 4 (in deutscher Zählweise Klassen 9 bis 12) sowie einem Raum für einfache wissenschaftliche Versuche.

Derzeit besuchen rund 350 Jugendliche die Schule, von denen etwa 120 Schüler in St. Mathew Soweto; von motivierten jungen Lehrern betreut werden. Ihr Ziel ist es, den Schulabschluss der Secondary School bestmöglichst abzulegen, um Chancen auf eine Ausbildung bzw. einen Arbeitsplatz zu haben. "A luta continua" (Der Kampf geht weiter) - ein Ruf nach Unabhängigkeit - ist der Leitspruch der Schule.

Unser Verein fördert schwerpunktmäßig den Sowetozweig von St. Mathew. So können Patenkinder, die bereits in der Grundschule betreut wurden, problemlos in ihrer weiteren Schullaufbahn unterstützt werden. Außerdem ist die Armut der Menschen hier noch größer als in der Nähe der Kangundo Road.

Vieles wurde im Laufe der Zeit schon verbessert, doch noch immer fehlen in der Schule Lehrbücher, Materialien und Mobiliar. Es gibt nicht genügend einzelne Schulbänke, die Jugendlichen sitzen gedrängt. Die Lehrbuchsituation ist verbesserungswürdig; in vielen Unterrichtsfächern gibt es lediglich mehrere Exemplare, die von Schüler/-in zu Schüler/-in weitergereicht werden. Gerade in naturwissenschaftlichen Fächern fehlt es noch an Geräten, um praktische Versuche durchzuführen. Auch die sonstigen laufenden Kosten, insbesondere für die Lehrergehälter, bereiten Probleme.

Die Schulgebühren belasten viele Familien sehr oder sind durch sie überhaupt nicht aufbringbar. Daher suchen noch einige Mädchen und Jungen eine Patin bzw. einen Paten (Monatsbeitrag 14 Euro), die wir u. a. hier vorstellen.

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